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„Keine Keime“: Ausstellung im Klinikum

Kassel. Das Klinikum Kassel beteiligt sich an der Hygiene-Kampagne „Keine Keime“, die in diesen Wochen hessenweit startet. Ziel ist es, Patienten und Besucher über Keime und Infektionen, über Antibiotika und vorbeugende hygienische Maßnahmen zu informieren. Dazu ist seit dieser Woche eine Ausstellung im Eingangsgebäude des Klinikums zu sehen.

Krankenhauskeime stehen immer wieder im Mittelpunkt einer breiten öffentlichen Diskussion – in den Medien, unter den Patientinnen und Patienten, bei den Besuchern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einer Klinik. Dabei sind Keime etwas ganz Natürliches, es gibt sie in jedem menschlichen Körper. Sie leben auf unserer Haut, in Schleimhäuten und im Darm. Eine gute „Keimflora“ stärkt das Immunsystem und verhindert Krankheiten. Gleichzeitig können Keime als „Krankheitserreger“ aber auch Schaden anrichten, wenn sie etwa in eine Wunde gelangen. „Wir wollen unsere Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige über das vielfältige Thema Keime informieren und gleichzeitig auf die große Bedeutung von Präventionsmaßnahmen hinweisen“, sagt Dr. Thomas Fischer, der als Ärztlicher Geschäftsführer im Klinikum Kassel für die Hygiene verantwortlich ist. „Bis zu 80 Prozent aller Infektionen werden über die Hände übertragen. Daher kann mit der richtigen Händedesinfektion jeder einzelne dazu beitragen, die Übertragungswege von Keimen zu unterbrechen.“ Auch solle mit der Kampagne verdeutlicht werden, dass der Kampf gegen gefährliche Keime alle angeht – Beschäftigte in den Krankenhäusern ebenso wie Patienten und Besucher. „Getreu dem Motto: Keime haben keine Chance – wenn wir uns gemeinsam schützen“, so Dr. Fischer.

Die Kampagne „Gemeinsam Gesundheit schützen. Keine Keime. Keine Chance für multiresistente Erreger“ wurde von der Hessischen Krankenhausgesellschaft initiiert und wird vom Hessischen Sozialministerium gefördert. Die Ausstellung im Klinikum, Haus E, Ebene 5, informiert in den nächsten Monaten über die Rolle von Keimen in der Evolution und für das Immunsystem, über die Entwicklung von Antibiotika und die Probleme, welche sich durch zunehmende Antibiotikaresistenzen bei der Behandlung der Patienten ergeben. Hinweise zu Präventionsmöglichkeiten runden das Themenspektrum ab.

 

 
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