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„Niemand kann mir nehmen, 
was ich getanzt habe“

SWA Lindenberg lädt zum Tango-Projekt ein

Kassel. Paartanz kann das Risiko, an Demenz zu erkranken, erheblich senken, und zwar um 76 Prozent. Das ergab eine amerikanische Studie, die 2003 im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde. Im gemeinsamen Tanz muss das Paar Tausende von kurzfristigen Entscheidungen treffen, um sich miteinander und im Rhythmus der Musik zu bewegen. Regelmäßiges Tanzen, am besten mehrmals pro Woche, hält so nicht nur den Körper, sondern auch den Geist fit.

Der Tango Argentino hat als Gehirnjogging-Programm besonders viel zu bieten. „Es geht um einen Dialog zwischen Melodie und Rhythmus“, sagt die Kasseler Tangolehrerin Susanne Helalat. Sie unterrichtet seit diesem Jahr mit ihrem Mann und Partner Amir Helalat in den Seniorenwohnanlagen (SWA) Lindenberg. Der argentinische Tango ist nicht zu verwechseln mit dem Standard-Tango. Er lebt von dem spontanen Zusammenspiel der Partner. „Der Rhythmus wechselt innerhalb eines Stückes. Man muss keine feste Schrittfolge lernen, sondern improvisiert“, erklärt Susanne Helalat.

Nach den ersten Wochen können die Senioren bereits einen schönen Tango-Walzer aufs Parkett legen. „Schon mit wenigen gelernten Schritten kann man viel Erfolg erleben“, sagt die Tanzlehrerin. Ruth Fürsch, Geschäftsführerin der SWA, ist vom Ergebnis der ersten Tanzstunden begeistert: „Alle Menschen dieser Generation haben eine Tanzbiografie, an die man anknüpfen kann. Auf den ländlichen Tanzböden, aber auch in der Kasseler Stadtbevölkerung wurde früher viel getanzt. Wir wollten hier eine Möglichkeit schaffen, dieses Gesellschaftserlebnis wieder zu haben, nach dem Motto: Niemand kann mir nehmen, was ich getanzt habe“, sagt sie, die selbst begeisterte Tango-Tänzerin ist.

Positiv äußern sich auch die Teilnehmer. „Die Bewegung gefällt mir und dass man das noch kann und darf“, sagt die 79-jährige Johanna Engert. Auch Gerhard Clemens und Marieluise König freuen sich über den Tanztreff. Das Paar wohnt seit 17 Jahren gemeinsam in den SWA. „Wir tanzen auch zu Hause in unserer Wohnung“, verrät Marieluise König. „Leider gibt es zu wenig Gelegenheit dazu“, sagt ihr Partner. Er erzählt von Flussschiffsreisen, auf denen sie Gelegenheit zum Tanzen haben und dass sie sich bereits in fortgeschrittenem Alter beim Tanzen kennengelernt haben. Einig sind sich alle, dass die Bewegung zur Musik ihre Gesundheit fördert. „Beim Tanzen braucht man großes Gleichgewicht“, so der 86-jährige Gerhard Clemens. Das bestätigen auch die Tanz-Lehrer, die regelmäßig Parkinson-Kranke im Tango Argentino unterrichten: „Die Schmerzen gehen während des Tanzens weg“, beschreibt Susanne Helalat ihre Erfahrung und Johanna Engert ergänzt: „Man braucht keine Medikamente, wenn man zum Tanzen geht“, sagt sie.

Information:
Für den Tanz-Treff in den SWA Lindenberg können sich auch Mittänzer von außen anmelden. Weitere Informationen unter Tel. 0561-9507710.


 
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